Wir haben das Seefest veranstaltet, weil wir zeigen wollten, wie schön es in der Bucht sein könnte. Mit dem »Rummel auf der Bucht« haben wir einen fiktiven, spekulativen Ort geschaffen: einen freien Hafen für Kunst und Kultur. Erst mal nur für einen Tag, aber an diesem Tag hat glücklicherweise das Hafensommerfest stattgefunden. Es gab Bastelworkshops und Kinderyoga, Tanzperformances, ein politisches Panel mit Abgeordnetenhaus-Direktkanidaten aus der Nachbarschaft, Pizza, Kuchen, Prosecco, Musik und ganz viel Sonne.

Die Kunst- und Kulturflöße arbeiten schon lange darauf hin, dass dieser Ort Wirklichkeit wird. Deshalb ist dieser Tag auch die Forderung, dass endlich das vor Jahren beschlossene Entwicklungskonzept Rummelsburger See in Stralau umgesetzt wird. So wird auch für die Anwohner*innen ein schöner Ort geschaffen, mit freien Sichtachsen auf’s Wasser und Räumen für Nachbarschaft und Jugendprojekte.

Der Probleme auf dem Rummelsburger See sind wir uns bewusst. Doch die letzten Jahre haben gezeigt, dass immer neue Verbotsparagraphen nicht helfen, sondern im Gegenteil dazu führen, dass die Akteur*innen, die sich an die Regeln halten nur zurückziehen, während andere drauf scheißen. Wir sind überzeugt, dass es stattdessen viel konstruktiver wäre, einerseits genehmigte und geregelte Strukturen (Kulturhafen, Liegestellen, Müllstationen, etc.) zu schaffen, und andererseits mit der bestehenden und durchsetzungsstarken Handhabe aus Binnenschifffahrtsstraßenordnung §1.08 und Polizeigesetz §37a gegen jene Boote, die eine Gefahr für Umwelt und Sicherheit darstellen, vorzugehen.

All unseren Elan, unsere Kreativität und unseren Einsatz werden wir dafür geben, dass der »Rummel auf der Bucht« kein einzelner Tag bleibt. Wir wollen, dass die Bucht jeden Tag ein bisschen schöner wird. Wir hoffen auf Unterstützung der Anwohner*innen und der Politik, doch der Samstag hat gezeigt, dass wir auch alleine schon viel auf die Beine stellen können.

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