Die Spree:publik ist der Zusammenschluss der Berliner Kunst- und Kulturflößer*innen. Wir veranstalten Konzerte, betreiben schwimmende Ateliers, Kunst- und Integrationsprojekte, Kulturräume – und vieles mehr, was das Leben in einer bunten und weltoffenen Stadt auszeichnet.

Spree:publik-Boote waren bereits Teil der DOKUMENTA, fuhren mit dem Goethe Institut nach Amsterdam und brachten Theater in abgelegene Dörfer Brandenburgs.

Als Verband der Kunst- und Kulturflöße und der unkommerziellen Freizeitschifffahrt in Berlin setzen wir uns für die partizipative Nutzung der Gewässer ein. Denn jenseits der kommerziellen Ausflugsschifffahrt ist der Zugang zum Wasser in Berlin nur an wenigen Stellen möglich. Wir wollen die physischen Barrieren des Spreeufers abbauen. Dies setzt voraus, dass Wasserflächen auch als soziokulturelle Ressource wahrgenommen und als Freiraum für zivilgesellschaftliches und gemeinnütziges Engagement verstanden werden.

Leider sind die letzten Kultur- und Freiräume auf und am Wasser genau wie an Land ständig von Investor*innen, Wutbürger*innen und Law&Order-Politiker*innen bedroht. Mit unserer Arbeit wollen wir bestehende Zugangsmöglichkeiten zum Wasser für alle bewahren und weitere, neue schaffen. Die Spree:publik ist dabei stets an konstruktiven Lösungen interessiert und bemüht sich um breite Partnerschaften.

Umweltschutz und Nachhaltigkeitsprinzipien sind in unserer Arbeit fest verankert. Wir befreien die Berliner Gewässer regelmäßig von Müll und Unrat. Hunderte Leihräder, E-Scooter (mit samt ihrer giftigen Akkus) und viele Tonnen Schrott holen wir jedes Jahr aus den Berliner Gewässern. Durch Partnerschaften mit Umweltschutzorganisationen (NABU, Clean River Project, etc.) und Bildungsträgern & KiTas engagieren wir uns für Naturbildung.

Unser Ziel ist die Gründung eines freien Hafens für Kunst und Kultur im Rummelsburger See: wir wollen einen Ort am Wasser, für alle Berliner*innen, einen Ort des Austausches, niederschwelliger Kulturangebote und Verweilgelegenheiten. Der Hafen wird einzigartige Möglichkeits-, Bildungs-, Forschungs- und Werkräume für die Entwicklung zukunftsfähiger Modelle natur- und bürgernaher Stadtgestaltung schaffen.